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Der Grundstein für das Gesundheitszentrum in Walchum ist gelegt. Baustart wird spätestens der 1. November sein. Das Zentrum ist Teil eines Projekts mit sechs Bauabschnitten.

Nummer zwei eines insgesamt sechsteiligen Bauprojekts für Walchums „neue Mitte“ geht an den Start. Ab dem 1. Juli 2017 soll das Gesundheitszentrum als Hauptgebäude der Umgestaltung des Geländes rund um den Marktplatz bezogen werden. Hauptmieter im ersten Obergeschoss wird der Pflegedienst St. Barbara sein, der neben den bestehenden 14 Tagespflegeplätzen in Heede weitere 15 in Walchum anbieten wird, hieß es bei der Grundsteinlegung. 725 Quadratmeter bebaute Fläche werde die Einrichtung laut Ralf Jönen, einer der beiden für die Projektsteuerung zuständigen Mitarbeiter der investierenden EOC-Immobilien Firma, haben.

Fünf Einheiten werde es geben – die größte 400 Quadratmeter groß, die kleinste 20. Eine feste Zusage von Mietern dafür gibt es Ernst-Otto Cordes, EOC-Geschäftsführer, zufolge abgesehen von der Tagespflege außerdem von einem Allgemeinmediziner. Weiter in Planung seien die Ansiedelung einer Apotheke und einer Bank mit Selbstbedienungsbereich. Fünfter Mieter im Gesundheitszentrum solle entweder ein Zahnarzt oder ein Physiotherapeut werden. Eine Entscheidung zwischen den Anwärtern müsse noch fallen.

Das Zentrum habe, so Cordes weiter, ein Einzugsgebiet, das 12.400 Einwohner aus den Gemeinden und Ortsteilen Dersum, Neudersum, Sustrum, Sustrum-Moor, Steinbild, Fresenburg und Walchum-Hasselbrock umfasse. „1500 Einwohner sind für den Arzt rentabel“, sagte Thünemann, der auch Prokurist der EOC ist. Cordes verwies zusätzlich auf die Kaufkraft von 2000 Familien, die jährlich als Besucher in die umliegenden Freizeitanlagen kommen. Sie allein betrage 1,8 Millionen Euro.

Zum Projektstart war zunächst ein NP Discounter – eine Edeka-Marke – in der Ortsmitte errichtet und Anfang Februar 2015 eröffnet worden. Als Plus-Variante sei der Markt der erste in Niedersachsen. Der Mietvertrag laufe auf 15 Jahre.

Das dritte Projekt umfasst den Bau von 14 altersgerechten Häusern mit einer auf Wunsch möglichen Datenverbindung zum Gesundheitszentrum, mit der beispielsweise digital erfasst werden könnte, dass ein Bewohner eine Weile auf dem Boden liege, erklärte Thünemann. Die Häuser sollen zeitlich parallel zum Gesundheitszentrum ab dem ersten Quartal 2016 gebaut werden.

Im vierten und fünften Bauabschnitt sind zwei Seniorenresidenzen mit jeweils zehn Wohnungen geplant. Die Umsetzung dafür sei nicht vor Ende 2017 vorgesehen, so Thünemann. Sechstes Projekt soll laut Cordes eine Art Markthalle werden. Dafür bahnen sich Cordes zufolge derzeit die Ansiedelung eines Schuhmarktes, eines Fleischereifachgeschäfts, einer Gärtnerei und eines Getränkemarktes unter einem Dach an. Standort soll die jetzige Grünfläche vor dem NP-Markt an der Dersumer Straße sein.

„Wir sind heilfroh, dass wir einen Investor gefunden haben“, sagte Bürgermeister Hermann Schweers, der das ganze Projekt Gesundheitszentrum angeschoben habe. Die Ansiedelung eines Allgemeinmediziners sei für ihn immer die Grundvoraussetzung gewesen. 26.000 Quadratmeter Fläche hat die Gemeinde für alle Projekte an Investor Cordes verkauft. Für den jetzt anstehenden Bau investiert er zunächst zwei Millionen Euro.